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Konsistente nationale Gesundheitspolitik |
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Der Auszug aus dem Ediorial der News Public Health Schweiz Nr. 1 - 2006 zeigt die aktuelle Situation in der schweizerischen Gesundheitspolitik.
Transparente nationale Gesundheitspolitik 26 eigenständige kantonale Gesundheitspolitiken, kaum koordiniert und widersprüchlich, sind von der medizinischen, technischen und demographischen Entwicklung längst überholt. Eine neue nationale Gesundheitspolitik soll die zielorientierte und verfassungsmässige Grundlage bilden, um die Kompetenzen von Bund und Kantonen neu zu regeln. Nicht mehr 26, sondern z.B. fünf Versorgungsräume, sollen über politische Grenzen hinweg nach funktionalen, patientengerechten Kriterien die Grundversorgung sicherstellen. Die Kompetenzen von Bund und Kantonen müssen neu geregelt werden, um Verantwortung und Finanzierung in Übereinstimmung zu bringen. Wir appellieren an die Politik, den Versorgungsinstitutionen klare Leistungsaufträge zu erteilen und sie in einen geregelten Markt mit transparenten und leistungsorientierten Preisen zu entlassen.
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Zielorientierte Gesundheitspolitik |
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Als Schwerpunktthema aus News der Gesellschaft Public Health Schweiz Nr. 1 - 2006 wird eine zielorientierte Gesundheitspolitik fefordert. Nachfolgend ist der Beitrag von NR Ch. Egerszegi , Präsidentin der Schweizerischen Gesellschaft für Gesunheitspolitik zitiert:
Wir brauchen eine zielorientierte Gesundheitspolitik Die 26 Gesundheitssysteme sind noch weit von einer gemeinsamen, kohärenten Politik entfernt. Unser Land hat keine einheitliche Strategie gegen Medikamenten- und Drogenmissbrauch, keine landesweit anerkannten Standards um die Qualität der Leistungen zu überprüfen und die Kosten zu vergleichen, keine gemeinsamen Regeln für die Versorgungssicherheit, und wir sind gerade dabei, kantonsweit verschiedene Versicherungskarten für Patientinnen und Patienten einzuführen. Die Schweiz investiert beträchtliche Mittel für ein Gesundheitswesen, das keine gemeinsamen Ziele und nur eine minimale Koordination zustande bringt: wie lange können und wollen wir uns das noch leisten?
Folgende Beispiele zeigen die Verzettelung der Kräfte sehr gut: Präventionsgelder - für alle etwas Die Millionen für Präventionsaktivitäten stammen vor allem aus den Alkohol- und Tabaksteuern, und ein Beitrag wird von jedem Versicherten über das KVG eingezogen. Sie werden von zu vielen Händen ausgegeben: Das BAG macht Präventionskampagnen, die Stiftung "Gesundheitsförderung" beteiligt sich an Projekten - oft auch zusammen mit der Krebs- und der Lungenliga. Daneben finanzieren alle Kantone eigene Antiraucher- und Anti-Alkoholorganisationen über die Gelder des Alkoholzehntels. So lässt sich nicht vermeiden, dass jede Vereinigung ihre eigene Tragtasche kreiert und ihr eigenes Broschürchen unter die Leute bringt. Es wird auf diesem Gebiet viel -auch ehrenamtlich- gearbeitet. Nur - wie viel sinnvoller wäre es, wenn alles Geld zusammengelegt würde um eine koordinierte und zielgerichtete Prävention zu betreiben!
Wann kommt die neue Gesundheitsverfassung? Im Frühjahr 2006 stimmen wir über die neue Bildungsverfassung ab. Die Vorlage hat zum Ziel, einen flächendeckenden, harmonisierten und qualitativ hochstehenden Bildungsraum zu schaffen. Damit werden unsere 26 Bildungssysteme aufeinander abgestimmt, die investierten Mittel können gezielter eingesetzt werden, die Vergleichbarkeit der Angebote und damit die Qualität der Bildung wird sich verbessern. Die Kantone brauchen ihre Kompetenzen nicht auf zu geben - aber sie werden ihre Zusammenarbeit intensivieren müssen! Wie lange dauert es noch, bis sich die Schweiz eine neue "Gesundheitsverfassung" gibt und sich nationale Gesundheitsziele steckt?
Weitere Informationen über die Schweizerische Gesellschaft für Gesundheitspolitik hier: www.sggp.ch
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Gesundheitsziele für die Schweiz |
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Die Schweizerische Gesellschaft für Prävention und Gesundheitswesen hat mit Unterstützung des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und dem Projekt Nationale Gesundheitspolitik Schweiz, der Scheizerischen Sanitätsdirektorenkonferenz und der Gesundheitsförderung Schweiz Gesundheitsziele für die Schweiz erarbeitet. Diese sollen als Orientierung für die Verantwortlichen bei Bund und Kantonen, aber auch für Fachkreise und spezialisierte Institutionen im Bereich der Gesundheit dienen. Kooperationen kann man nicht verordnen, die Betrofenen müssen von deren Notwendigkeit überzeugt sein, dann ist eine koordinierte Gesundheitspolitik für alle im 21. Jahrhundert im Sinne der WHO Europa (Agenda 21) auch in der Schweiz möglich.
Diese Gesundheitsziele finden Sie unter: http://www.public-health.ch/site/fileadmin/user_upload/OMS_Sant_ted..pdf
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Potential für eine nationale Gesundheitspolitik |
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Im Sommer 2006 sind 2 interessante Bände über die Gesundheitspolitiken in der Schweiz -Potential für eine nationale Gesundheitspolitik erschienen.
Aus dem Vorwort (Dr. Th. Zeltner, BAG und RR Markus Dürr, Präsident GDK) sei hier zitiert: "Gefordert sind in einem solchen Prozess in erster Linie wir, die Regierungsvertreter auf kantonaler und eidgenösicher Ebene. Zwar bekundet die Schweiz noch Mühe, "national" zu denken: Der Bund denkt und handelt vorwiegend "eidgenössisch", die Kantone im Rahmen ihrer Kompetenzen "kantonal". Es gilt jedoch, die Chancen des Föderalismus zu nutzen und gleichzeitig seine Schwächen abzubauen. Konkret bedeutet dies, dass wir eine bessere politische Steuerung -will heissen - eine Priorisierung gesundheitspolitischer Ziele und Strategien sowie eine bessere Koordination der Massnahmen auf nationaler Ebene -längerfristig nur gemeinsam erreichen können." (ISBN 3-905235-54-4 [Band 1] und ISBN 3-905235-56-0 [Band 2])
Bezugsquelle: http://www.bundespublikationen.ch und Suchabfrage: Gesundheitspolitiken
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Druckbare Version
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